Torloses Unentschieden gegen den TSV Uli- Uli Uli

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{jlclublogo=TSV Nesse}Wehden. Am heutigen sonnigen Sonntagmorgen bekamen es die Schützlinge der Spielertrainer Stephan Krehl „Stully" und Bastian General Scholz „Scholle" mit dem TSV Uli-Uli Uli aus Nesse zu tun, die nach dem deutlichen 11:3 Sieg aus der Vorwoche gegen die SG SSB mit Breiter Brust nach Wehden reisten. Zudem kam es zum lang ersehnten Duell mit den beiden ehemaligen Wehden Brüdern, Uli und Fabrice „Uli Uli".



 

Bereits im Vorfeld hörte man aus diesen Kreisen, sie wissen nicht, ob man gegen Wehden zweistellig gewinnt oder nicht. Die Stimmung also dementsprechend aufgeheizt.

So war es dann auch nicht verwunderlich, dass Spielertrainer Stully am heutigen Tage ein dutzend Spieler zur Verfügung standen. Sogar der langzeitverletzte Keule irrte sich ins Wehdener Waldstadion. Urlaubsbedingt musste man heute leider auf Spielertrainer Scholle verzichten. So ging bereits vor dem Spiel das Gerücht herum, dass Stully für dieses Spiel den ehemaligen Top-Torjäger Peter Crouch aus seinen Spinnnetzen befreien wird und den freien Platz im Sturm von Scholle an ihn vergibt. Vor dem Spiel dann eine Situation, die man eigentlich nur aus dem Fernsehen kennt. Man konnte denken, es geht hier um die Nominierung zum Bundeskanzler oder der neue Popstar soll verkündet werden, dabei ging es lediglich um die Startaufstellung. Stully und Kapitän DóDó verzogen sich hinter eine Holzwand und es sah so aus, als würden die beiden dort Karten ziehen. Es dauerte sehr lang, bis es dann endlich in die Kabine ging. Die Aufstellung wurde unter tosendem Applaus in der Kabine unter gefühlten 50 Leuten verkündet: Im Tor Fliegenheiz, der auch gern für seinen Spruch: „Ich, Ich...Ich habe den Ball" bekannt ist, wobei er dann doch ins Tor geht. Nicht schlimm Hardy. Davor unser Neuzugang aus der Spadener Jugend und Bruder vom Spielertrainer Stully und sehr guter Freund vom Fliegenheinz, Fabi. Davor bildeten TK und Henk die Manndeckung. Die Doppel 6 mit Neu-Neuzugang Finn aus der Ersten und dem heutigen Kapitän Rocky, heute wohl mit dem größten Alkoholanteil im Blut, denn Finn kam noch mit leichten verschmierten Gesicht zum Sportplatz. Sein Gesicht wurde offenbar in der Nacht zu Sonntag Opfer wilder Künstler, die dort versuchten, männliche Geschlechtsteile zu zeichnen. Auf den Außen unser dritter rothaariger im Team, Sascha und Florida Rene. Die 10 heute durch Stully gespielt. Im Sturm agierten Kevin und 10er. Jetzt fragte sich natürlich jeder, warum Peter Crouch nicht spielt. Dieser gab anschließend leicht entnervt zu Protokoll: „Ich bin mit der Maßnahme des Trainers zur Zeit sehr zufrieden, mich doch erst draussen zu lassen, da ich die Mannschaft durch mein Kopfballspiel erst in den Schlussminuten helfen möchte. Außerdem ist es mir wichtig, bereits vor dem Spiel den Spielbericht auszufüllen." Naja, dass nehmen wir natürlich nur ungern so hin, Peter. In der Kabine machte sich trotz der vielen Spieler ein wenig Vorfreude breit, denn Patrick, Sören und Ossi brauchten sich gar nicht erst umziehen, auf Grund zu vieler Spieler. Ossi, der nun seit einigen Tage eine Vaterrolle übernommen hat kümmerte sich während des Spiels dann lieber fürsorglich um das Baby, Sören hingegen kam die Nichtnominierung für die Ersatzbank nur Recht, denn so konnte er sich bereits während des Spiels den einen oder anderen Cola-Korn zu Gemüte führen.

Auf der Bank dann zunächst Keule, Rotkohl, Aaron, Peter Crouch und Christian Stucke. Zudem gesellte sich Hendrik dazu, für den keine Hose mehr übrig war, so dass er seine Butscherhose von zu Hause anziehen musste.

Bereits beim Warmmachen versuchten die beiden Uli´s die Stimmung anzuheizen. Der größer und dickere der beiden fiel einmal mehr durch Regelwidrigkeit auf Seiter der Nesser auf, denn er schwänzte das Aufwärmprogramm und begab sich in die Wehdener Hälfte, um diese durch sehr komisches Gesabbel zu verwirren. Er gab u.a. folgenden Satz von sich: „In Nesse braucht Fabrice keine Tore mehr vorlegen, der muss nur noch die Bälle erobern, den Rest macht unsere Nummer 8, das ist eine richtige Diva", der bei einigen Kickern der blau/gelben Kopfschütteln verursachte. Henk äußerte sich durch ein: „Oh Gott oh Gott" leicht Misstrauisch.

Und rein ins Gewusel. Achne, ich habe ja etwas vergessen! Als Betreuer, Motivator und großer Redenschwinger konnte die Mannschaft auf Grund ihrer guten Beziehung zu Günther, seinen Bruder Heinz „Heinzi" Kolle gewinnen. Als Zuschauer waren u.a. die verletzten bzw. erkrankten Spieler DóDó und Basti zu sehen sowie der noch nicht spielberechtigte Benedikt, der auf Grund seiner päpstlichen Verpflichtungen den Spielerpass erst verspätet angeben konnte. Des Weiteren fand ein ehemaliger Mitspieler und auch guter Freund von einigen den Weg am frühen Morgen ins Wehdener Waldstadion, der auf Grund eines sehr leichten Schnupfens sehr angeschlagen war. So nun geht's aber los mit dem Spiel. Wehden von Beginn an hellwach. TK heute mit der Aufgabe, Uli zu zerstören und ein Tor zu verhindern. Was in den Anfangsminuten auch gelang. Im Mittelfeld wurden viele Zweikämpfe gewonnen. Oftmals fehlte einfach das Glück. Die ersten Chancen um Chancen strichen dahin. Nesse bis dahin mit keinem Torschuss, die Defensive steht gut. Vorne machten Ralle und Kevin ordentlich Alarm im gegnerischen Strafraum, doch Nesse bis dahin mit Mann und Maus dazu bewegt, den Ball nach vorne zu kloppen, um ihren Topstürmer Uli zu finden. Doch erfolglos! Dann die 32. Spielminute. Uli-Uli wird unsanft von den Beinen geholt. Es ging sichtlich hart zur Sache. Beim Ball holen stolperte dann Stully sehr unglücklich auf Uli-Uli´s Knie, so dass sich dieser stark aufschreiend zu Boden fallen ließ. Doch der Schiedsrichter sowie die beteiligten Spieler hatten ihre Rechnung ohne seinen großen Bruder gemacht. Wie eine Elefantenmutter steuerte dieser auf die Gefahrenstelle hinzu. Jeder hat wahrscheinlich nun mit einem Body-Check gerechnet, doch die Nesser spieler konnten den aufgebrachten Uli beruhigen. In der 40. Spielminuten fliegt dann nochmal ein Spieler des TSV Nesse vom Platz. Wehden von nun an Überzahlt. Bis dahin aber kaum eine nennenswerte Aktion mehr. Halbzeit!

Zur zweiten Halbzeit keine Veränderungen bei dem blau/gelben. Allerdings sollten sich Keule und Aaron warmmachen. Und dann die wohl schönste Nachricht. Ente gab Ralle die Freigabe, dass komplette Spiel bei der Zweiten durchzuspielen, da im Kader der ersten Herren genug Spieler sind. Stark! Wehden weiterhin mit einem Mann mehr, doch leider nicht mehr mit dem nötigen Druck aus der ersten Halbzeit. So kamen die Nesser immer wieder ins Spiel zurück, jedoch ohne wirkliche Torchance. So dauerte es bis zur 60. Spielminute. Unter tosendem Applaus verlässt der gelb gefährdete Spielertrainer Stully das Feld und Keule wird von den Anhängern gefeiert. Doch dann sehr kuriose Szenen für alle Zuschauer im Wehdener Forst. Betreuer Heinzi war nur noch ein leichtes Kopfschütteln zu entlocken. Der soeben erst eingewechselte Keule foult bei seinem ersten Zweikampf Uli-Uli so hart, dass er sich dabei selber verletzt. Verdammt! Erneuter Wechsel. Keule muss den Platz verlassen, für ihn kommt nun Aaron ins Spiel. Wehdener nun wieder am Drücker und überlegen, doch bis dahin ohne jegliches Glück. Der weibliche Nesser Anhang hatte bei dem Spiel ihren Superstar in Hardy gefunden. Sie feierten ihn mit Micki Krauses Malle Schlager: „ Du hast die Haare schön, du hast die Haare schön..." Hardy fühlte sich von diesem Schmähgesängen jedoch völlig provoziert und suchte die Konfrontation, indem er einige Male seinen Kasten verließ und rief: „ Was ist mit Euch denn nicht richtig, ihr geilen Hühner!?" Libero Fabi ließ sich garnicht erst davon beeindrucken und fragte eiskalt, ob sie gerade ihre Tage hätten. Naja, kann man ja mal machen. Eine der Uli Uli Frauen versuchte sich indes als Fotografin und machte von nun an nur noch Bilder der Wehdener Spiele. Doch weiter mit dem Spiel. Gefährliche Szene noch kurz vor Spielende. Wehden rückt nochmal auf und spielt hier auf das 1:0. Doch fast wird dieser Leichtsinn bestraft. Nach einem Konter der Nesser wird es nochmal gefährlich, doch Hardy kann nochmal in letzter Not im Strafraum klären. Abpfiff! Letzendlich ein gutes Spiel der Wehdener, was allerdings nicht mit 3 Punkten belohnt wurde. Und wiedermal hat man kein Tor geschossen. Zitat von Peter Crouch nach dem Spiel: „Also ich hätte das Ding gemacht, was Kevin versemmelt hat!" Damit ging es in die Kabinen zum Duschen.

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